Wer macht was?


Bund der Vertriebenen – Vereinigte Landsmannschaften und Landesverbände e.V. = Bund der Vertriebenen = BdV = Der BdV ist der Dachverband der deutschen Vertriebenenverbände. Er vertritt die Interessen der von Flucht, Vertreibung und Aussiedlung betroffenen Deutschen. (Höchstes Amt: Präsident des BdV), siehe auch https://www.bund-der-vertriebenen.de
Der BdV gibt auch ein eigenes Magazin heraus: Deutscher Ostdienst.
Sudetendeutsche Landsmannschaft Bundesverband e.V. = „Landsmannschaft“ = SL = Interessenvertretung bzw. Vertriebenenverband der Sudetendeutschen ist einer von 20 ähnlichen Verbänden deutschsprachiger Volksgruppen. Die anderen vertreten Volksguppen außerhalb des Sudetenlandes, wie z.B. der Bund der Danziger. (Höchstes Amt: Bundesvorsitzender der SL, sonstige Untergliederung nach heutiger Ansiedlung in Landesgruppen, Bezirksgruppen, Kreisgruppen, Ortsgruppen bzw. nach historischer Ansiedlung in Heimatlandschaften, Heimatkreisen, Ortsgruppen), siehe u.a. auch https://www.sudeten.de
Sudetendeutsche Rat e.V. = SR = Eine überparteiliche Vereinigung von 30 Mitgliedern die Plattform und Forum für sudetendeutsche Politiker ist und sich für Heimatpflege sowie die deutsch-tschechische Verständigung einsetzt. (eine Hälfte gewählt von der Bundesversammlung der SL, eine Hälfte benannt durch Parteien des Bundestages), siehe auch https://sudetendeutscher-rat.jimdo.com
Der Sprecher der sudetendeutschen Volksgruppe wird gewählt von der Sudentendeutschen Landsmannschaft und dem Sudetendeutschen Rat.
Landschaftsrat = Er vertritt eine Heimatlandschaft, wie z.B. die Altvaterregion. Er ist ein Unterglied der Sudetendeutschen Landsmannschaft und besteht aus den Kreisbetreuern, aus dem Landschaftsbetreuer und seinem Stellvertreter sowie aus dem Kassierer und einigen Beiräten. (Höchstes Amt: Vorsitzender Landschaftsbetreuer)
Ortsbetreuer = Ehrenamtlicher Heimatpfleger für die Vertriebenen einzelner Orte. Eine Vereinsmitgliedschaft ist hierzu nicht nötig.
Diese Dachorganisation vertritt die heutige deutschsprachige Minderheit in Tschechien. Ihr Sitz ist in Prag. 22 Verbände und 15 Heimatzentren sind in ihr integriert, wie z.B. der Schlesisch-Deutsche Verband Jägerndorf. Ihre Zeitschrift LandesECHO informiert online und kostenlos aus der Tschechischen Republik.

Das Sudetendeutsche Büro (SKS) fördert die Kontakte zwischen den Politikern deutscher und tschechischer Seite und bringt Kirchen, Bürgerinitiativen, Politikern, Wissenschaftlern und Künstlern mit Sudetendeutschen Themen in Kontakt. Außerdem unterstützt es die Kontaktaufnahme von sudetendeutschen Familien mit ihren in Tschechien verbliebenen Verwandten. Außerdem steht es im Austausch mit den Vereinigungen der Heimatverbliebenen. Sowohl die Tschechische Öffentlichkeit als auch die Sudetendeutsche Landsmannschaft versorgt sie mit Informationen über die Meinungen und Reaktionen des jeweils anderen.
Zu finden ist das SKS unter http://www.sks-praha.com/de/.

Die Stiftung ist Träger des Tagungshauses Heiligenhof in Bad Kissingen. Dieses Haus steht jedem offen, so z.B. Schulklassen als Jugendherberge. Hier finden aber auch besonders Seminare mit sudetendeutschem Bezug statt, u.a. zu den Themen Geschichte, Versöhnung und Kultur statt.


Die Eibanesen sind eine Faschings- / Fastnachtgesellschaft mit Tanzgruppen, Vereinsheim und Orden, wie sie in Franken üblich sind. Gegründet wurde der Verein 1955 von Sudetendeutschen. Ein prominentes Mitglied ist Markus Söder:
https://eibanesen.de
Das Sudetendeutsche Musikinstitut (SMI) erforscht, archiviert und pflegt insbesondere die deutsche Musik aus den böhmischen Ländern. Es hat seinen Sitz in der Ludwig-Thoma-Straße 14, 93051 Regensburg.

Eine alleinige sudetendeutsche Hütte der Altvaterregion gibt es nicht mehr. Eine Troppauer Hütte ist 1917 zerstört worden. Jedoch betreibt eine Sudetendeutsche Sektion des Alpenvereins mit Beteiligung von Nordmährern eine „Sudetendeutsche Hütte“. Seit 2014 ist diese Sektion mit der Sektion Schwaben verschmolzen. Über alle Hütten unter sudetendeutscher Leitung informiert eine eigene Seite.
Die Sudetendeutsche Akademie der Wissenschaften und Künste wurde 1979 als Nachfolgeeinrichtung der Gesellschaft zur Förderung deutscher Wissenschaft, Kunst und Literatur in Böhmen gegründet. Ihr Sitz ist das Sudetendeutsche Haus in der Hochstraße 8. Seit 1989 vergibt sie  alljährlich den von Adolf Klima gestifteten Preis für MA-Arbeit, Diplomarbeit, Dissertation und ähnliche Arbeiten von Wissenschaftlern und Künstlern mit sudetendeutschem Bezug. Sie ist zu finden unter https://www.sudetendeutsche-akademie.eu/index.php.
Die SdJ – Jugend für Mitteleuropa e.V gestaltet in eigener Verantwortung die Jugendarbeit für die Sudetendeutsche Landsmannschaft. Ihre regelmäßigen Rundbriefe „Powidltascherl“ oder kurz „Powidl“ sind online verfügbar.
Als ökumenisch ausgerichtete Vereinigung der katholischen Kirche pflegt die Ackermann-Gemeinde die deutsch-tschechisch-slowakische Nachbarschaft. Gegründet von Heimatvertriebenen Christen 1946 wendet sie sich heute an alle, die sich für die Kultur Böhmens, Mährens und Österreichisch-Schlesiens interessieren. Ihr Name ist durch eine Dichtung "Der Ackermann aus Böhmen" aus dem 15. Jahrhundert inspiriert und bringt ihren positiven Gestaltungswillen zum Ausdruck.

Sprachkenntnisse sollen vermittelt, besonders jüdisch-christliche Kultur erhalten, Solidarität geübt und Geschichtsaufarbeitung bezüglich NS-Gewalt sowie Vertreibung sollen geleistet werden.


Der Verein des Sud. Priesterwerks will u. a. geistliche Berufe durch religiöse Orientierungstage fördern und Bildungsarbeit über die Kirche in den Diözesen Böhmens, Mährens und Mährisch-Schlesien, der Slowakei und der deutschen Siedlungsgebiete Südosteuropas leisten und das religiöse Erbe der genannten Regionen erhalten. Neben der  Forschung und Öffentlichkeitsarbeit über pastorale Fragen soll die Zusammenarbeit mit der Deutschen Bischofskonferenz in Vertriebenen- und Aussiedlerfragen unterstütz werden.
Online ist der Verein zu finden unter: https://www.sud-pw.de.

Der 1947 in München von Künstlern und Wissenschaftlern mit Bezug zu Prag und dem Sudetenland gegründete Verein hat das Ziel den deutsch-tschechischen Dialog zu pflegen. Unter anderem werden Lesungen und Ausstellungen veranstaltet, Publikationen herausgegeben und kultur- und literaturwissenschaftliche Forschung durchgeführt. Der Verein ist unter https://www.stifterverein.de zu finden.

Das Sudetendeutsche Institut (http://www.sudetendeutsches-archiv.de) ist ein Verein der Rechtsnachfolger des ehemaligen Sudetendeutschen Archivs ist.

Dessen Archivalien (Schriftgutarchiv, Bildarchiv, Tonarchiv) befinden sich heute im Bayrischen Hauptstaatsarchiv. Anfragen dazu kann man an poststelle@bayhsta.bayern.de unter dem Betreff „Sudetendeutsches Archiv“ richten.
Die gegenständliche Sammlung des Instituts ist der Grundstock für die Sammlung des Sudetendeutschen Museums, welches wiederum von der Sudetendeutschen Stiftung (https://www.sudetendeutsche-stiftung.de/) betrieben wird.

Das Sudetendeutsche Institut gibt selbst wissenschaftliche Schriften heraus, berät bei der Planung von wissenschaftlichen Projekten, versorgt auf Anfrage Journalisten mit Informationsmaterial und unterstützt die regionalen Heimatsammlungen.


Die Stiftung Kulturwerk Schlesien setzt sich für die Vermittlung der Kultur- bzw. Literaturlandschaft Schlesiens ein. Sie sucht auch den Austausch mit polnischen und tschechischen Künstlern. Insbesondere sollen Einrichtungen dazu angeregt werden schlesische Themen aufzugreifen, Tagungen und Studienreisen werden organisiert sowie Publikationen erstellt: https://www.kulturwerk-schlesien.de/wirueberuns/index.html
Zunächst war der Wangener Kreis ein Zufluchtsort für schlesische Künstler und Gelehrte. Heute tagt er jährlich meist in Wangen und vergibt den Eichendorff-Literaturpreis. Ziel ist die Bewahrung und Fortsetzung schlesischer Kultur und Geschichte durch Kulturveranstaltungen und Publikationen. Dazu wird auch der Austausch mit osteuropäischen Künstlern gepflegt und das Archiv des Wangener Kreises ausgebaut: http://www.wangener-kreis.de/index.html
Der Arbeitskreis „Archiv für schlesische Mundart“ sammelt Schlesische Dokumente in einem Text- und Ton. Unregelmäßig bringt er einen Band der Reihe „Woas die Stoare pfeifa“ heraus. Das Archiv befindet sich im Obergeschoß der örtlichen Stadthalle Räumlichkeiten in Wangen: http://riesengebirgler.de/gebirge/literatur/Mundart.htm
Der Verein pflegt eine Archiv mit Archivalien aus sudetendeutschen Priesternachlässen, insbesondere mit deren Vertreibungsberichten. Seine Bibliothek umfasst 10.000 Bände zur Kirchengeschichte des Sudetenlands und des k. und k. Reichs. Vierteljährlich werden die Mitteilungen Haus Königstein veröffentlicht. Außerdem werden Wallfahrten und Studienfahrten organisiert:

Haus-Königstein
Alte Burgstraße 4
61169 Friedberg/H. (Ockstadt)

https://institut-kirchengeschichte-haus-koenigstein.de/Herzlich-Willkommen