Kreis Mährisch Schönberg: Heidebrünnl und Schrotholzkirche


Kreis Mährisch Schönberg: Heidebrünnl und SchrotholzkircheKreis Mährisch Schönberg: Heidebrünnl und Schrotholzkirche
Heidebrünnlhäuschen von 1927 am Roten Berg
(oberes Bild)
Das Heidebrünnl ist eine Quelle und ehemals beliebter Wallfahrtsort.

Daher gab es beim Brünnl auch eine bekannte Kapelle, die jedoch 1946 ein Blitzschlag zerstörte.
Mittlerweile wurden aber in der BRD zwei Nachbauten errichtet:

Auf Monsignore Adolf Schenks (1931–2011) Betreiben – er war in Oberwiese geboren – entstand 1991 eine Heidebrünndlkapelle bei Weilersbach in Oberfranken.
https://pfarrei-weilersbach.kirche-bamberg.de/pfarrei/kirchen/heidebruennel

Ein zweiter Nachbau befindet sich seit 2004 bei Kaisheim. Ihn errichtete Ernst Seifert (1930–2016), der in Winkelsdorf im Tesstal geboren war. Er erfüllte damit ein Gelübde an seine Mutter.
https://www.kaisheim.de/index.php?id=447

2013 wurde auch in Tschechien am Rotbergsattel (Červenohorské sedlo) nur 3,4 km vom ursprünglichen Standort ein Nachbau der Öffentlichkeit übergeben. Ein Verein für die Opfer der Berge hat ihn erstellt. Die Kapelle enthält keinen Altar, aber dafür Gedenkplatten für Unglücksopfer des Gebirges. Alljährlich findet auch eine Gedenkveranstaltung für diese Verstorbenen statt.
https://www.pamatnik-obetem-hor.com

Schrotholzkirche um 1600 in Neudorf-Wies
(unteres Bild)
Die nahe Groß Ullersdorf gelegene St. Martins Kirche zeigt eine typisch schlesische Bauweise. Im Kreis Mährisch Schönberg gibt es Kirchen gleicher Art noch bei Kleppel und Marschendorf. Im Unterschied zu einer Blockhausbauweise, sind die Balken vierkantig zurechtgehackt. Das Schrotholz wurde dadurch gewonnen, dass man Jahre vor dem Fällen teilweise die Borke von Bäumen entfernte, damit sie besonders viel Harz einlagerten. So wurde das Holz äußerst witterungsbeständig.

Lizenzangabe zum Bilde Heidebünnel:
Von Pudelek, Vřesová studánka (Heidebrünnel), Hrubý Jeseník unter CC-BY 4.0 https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/legalcode 
(bearbeitet durch Abpausen von Lorenz Loserth unter CC-BY 4.0)